Neurologische Tagesklinik


Die Tagesklinik trägt den Namen FANI (Fast Track Ambulante Neurologische Infusionstherapien).

Ziele und Aufgaben dieser Abteilung

Für verschiedene, teilweise immunvermittelte neurologische Krankheiten wurden in den letzten Jahren effiziente, aber z.T. aufwändige oder überwachungsbedürftige Therapieformen (z.B. intravenöse oder subkutane Applikationsform, mit Pumpen) entwickelt. Da es sich um Krankheiten mit chronisch progredientem oder chronisch rezidivierendem Verlauf handelt, muss die Therapie regelmässig nach bestimmten Intervallen appliziert werden. Die Notwendigkeit der parenteralen Medikamentenverabreichung, die potentiellen Nebenwirkungen und die damit verbundene Überwachung mit allfälliger rascher Dosierungsanpassung, sowie das z.T. aufwändige Therapiemonitoring erfordern Erfahrung in der Betreuung dieser Patienten.
Auch die Durchführung diagnostischer Massnahmen, die ausserklinisch schwer durchführbar sind wie z.B. eine Lumbalpunktion zur Analyse des Nervenwassers (Liquor), gehört zum Leistungsspektrum der Abteilung.
Patienten können für die entsprechenden Massnahmen oder Therapien nach Anmeldung/ Rücksprache und gegebenenfalls gesicherter Kostengutsprache auch von externen Neurologen und Fachärzten zugewiesen werden.

Kapazitäten

Auf Stock L des Bettenhochhauses stehen der Einheit 6 Therapieplätze zur Verfügung. Erfahrene Pflegefachpersonen, ein Assistenzarzt und ein fixes Team von Oberärzten/ Chefarzt betreuen die Patientinnen und Patienten. Das spezialisierte Team betreut auch die Neuroimmunologische Sprechstunde.

Therapieverfahren

Folgende Therapien werden angeboten: intravenöse Therapien zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) in unterschiedlichen Krankheitsstadien, zum Beispiel akute Schubtherapie mittels hochdosiertem intravenösem Cortison, verlaufsmodifizierende Verfahren zur Behandlung der MS und anderen Erkrankungen, zum Beispiel monoklonale Antikörper bei entsprechend selektionierten Patienten; Therapie mit intravenösen Immunglobulinen (iVIg) oder subkutane Behandlungen mit Immunglobulinen bei entsprechender Indikation (respektive Einleitung dieser Therapie bis zur Patientenselbständigkeit mit der Therapie); Therapie mit anderen intravenösen Medikamenten (Enzymersatztherapien, zum Beispiel bei bestimmten Muskelerkrankungen, Immunsuppressiva, Antibiotika, etc.).
In Kooperation mit der Apherese-Abteilung wird auch die ambulante oder stationäre Durchführung von Plasmaaustauschverfahren koordiniert.
Zu den diagnostischen Massnahmen zählt die Lumbalpunktion zur Liquoranalyse und/oder Messung des Eröffnungsdrucks, bei komplexen Patienten ggf. unter Durchleuchtung, sowie die zugehörigen Blutanalysen.