Häufige Untersuchungen


Computertomografie (CT)

Die CT ist eine Röntgenmethode, die es erlaubt, den Körper in verschiedenen „Schichten“ abzubilden. Sie wird von den Neuroradiologen des Inselspitals durchgeführt. Diese Technik wird von uns vor allem zur Untersuchung von Kopf und Wirbelsäule angewandt. Der Patient liegt in einer röhrenförmigen Anlage. Damit die Bilder in guter Qualität gelingen, sollte der Patient möglichst ruhig liegen, bis die Untersuchung abgeschlossen ist. Manchmal ist es auch nötig, ein Kontrastmittel in die Armvene zu spritzen. Dabei kann ein Wärmegefühl im Kopf auftreten, manchmal auch leichte Übelkeit.
Falls Sie auf Jod allergisch sind oder früher einmal eine Reaktion auf ein solches Kontrastmittel erlitten haben, müssen Sie uns dies unbedingt mitteilen.

Magnetresonanztherapie

Diese ist ebenfalls eine Methode zur besonders exakten Schichtdarstellung von verschiedenen Körperabschnitten, insbesondere des Nervensystems. Bei dieser Methode kommen anstelle von Röntgenstrahlen starke Magnetfelder zur Anwendung. Deshalb müssen Metallgegenstände wie Uhren, Schmuck usw. abgelegt werden. Bitte verwenden Sie auch kein Make up.
Bei Patienten mit beispielsweise Hüftprothesen oder Herzschrittmacher kann eine MR nicht angewendet werden.
Unangenehm ist für die meisten Patienten, dass man in einer recht engen Röhre liegen muss und während der Untersuchung ein ratternder Lärm entsteht. Das Still-Liegen ist hier noch wichtiger als bei der CT (Grund: „Verwackeln“ der Bilder). Auch kann es manchmal notwendig sein, ein Kontrastmittel mit den erwähnten möglichen Nebenwirkungen zu spritzen.
Patienten, die den Aufenthalt in engen Räumen schlecht tolerieren, bekommen selbstverständlich auf Verlangen ein Beruhigungsmittel.

Lumbalpunktion (LP)

Diese Untersuchung dient dem Gewinnen einer Portion „Nervenwasser“ zwecks Analyse seiner Zusammensetzung, insbesondere Zucker- und Eiweissanteil, Zellen und anderes.
Das Nervenwasser umspült das Gehirn, das Rückenmark und die Nervenwurzeln. Vor allem entzündliche Krankheiten sind darin gut erkennbar.
Die Punktion erfolgt in der Kreuzgegend zwischen zwei Wirbeldornfortsätzen, weil auf dieser Höhe das Rückenmark nicht verletzt werden kann.
Diese Untersuchung hat einen schlechten Ruf, da sie, durch Ungeübte ausgeführt, schmerzhaft sein kann. Bei uns wird sie aber täglich durchgeführt, daher haben wir eine entsprechend grosse Erfahrung. Der Stich fühlt sich etwa wie bei einer Blutentnahme an. Auf Wunsch kann eine örtliche Betäubung durchgeführt werden.
(Manchmal wird diese Punktion mit der schmerzhaften Knochenmarkpunktion verwechselt, bei der am Beckenrand in den Knochen gestochen werden muss).

Hirnstromkurve (Elektroenzephalographie EEG)

Das EEG misst die elektrische Aktivität des Gehirns durch die Haut. Bei verschiedenen Erkrankungen des Gehirns kann diese Methode wichtige Hinweise liefern. Von einer speziell ausgebildeten Laborantin werden 24 Elektroden am Kopf befestigt und mit einer Art Netz festgehalten. Die Auswertung erfolgt durch Spezialärzte. Die Untersuchung ist schmerzfrei und harmlos. Einzig Ihre Haare werden durch die Kontaktpaste verschmutzt. Sie lässt sich jedoch problemlos auswaschen.
Sind Untersuchungen über einen längeren Zeitraum nötig, bekommen Sie ein tragbares Aufzeichnungsgerät. Langzeitaufzeichnungen finden in einem speziellen Raum statt.

Neurografie und Elektromyografie (EMG, ENG)

Diese Methoden befassen sich mit der Funktion der Nerven und Muskeln an Armen und Beinen, z.B. bei Lähmungen oder Gefühlsstörungen.
Die Leitfähigkeit der Nerven wird mit aufgeklebten Elektroden durch die Haut gemessen, während schwache elektrische Impulse an bestimmten Körperabschnitten ausgelöst werden. Manchmal müssen hierfür ganz feine Nadeln unter die Haut gebracht werden. Um die Muskelaktivität messen zu können, werden feine Nadeln in die Muskeln eingeführt. Sie werden durch den untersuchenden Arzt stets genau darüber informiert, was Sie erwartet.

Evozierte Potentiale

Evozierte Potenziale erlauben es, die Leitfähigkeit der Nervenbahnen im Rückenmark und im Gehirn – beispielsweise der Sehnerven – festzustellen. Dabei müssen Sie ein bestimmtes Bild anschauen, während mit Elektroden am Kopf die Aktivität des Gehirns (ähnlich wie EEG) gemessen wird.
Für gewisse Tests werden – ähnlich wie bei der Neurografie – feine elektrische Impulse oder schmerzlose Magnetimpulse im Kopf ausgelöst.
Die Messungen werden von einer Laborantin durchgeführt, die Sie jeweils im Voraus über den Untersuchungsvorgang aufklärt.

Hirngefässdoppler bzw. Hirngefäss-Ultraschall

Es handelt sich um eine schmerz- und gefahrlose Methode zum Darstellen der hirnversorgenden Blutgefässe am Hals und Kopf. Mittels einer Schallsonde werden die Gefässe durch Haut und Schädeldecke ausgemessen und so wichtigen Informationen über krankhafte Veränderungen, die den Blutfluss beeinträchtigen, gesammelt.

Myelografie

Sie dient der Darstellung der Nervenwurzeln und des Rückenmarks im Wirbelkanal. Hierzu wird durch eine Rückenmarkspunktion Kontrastmittel ins Nervenwasser eingebracht. Die Myelografie wird durch unsere Neuroradiologen ausgeführt und wie eine gewöhnliche Spritze empfunden. Dann erfolgen Röntgenaufnahmen in verschiedenen Ebenen, oft muss anschliessend noch eine Computertomografie (Myelo-CT) des Rückens durchgeführt werden.

Manchmal kommt es vorübergehend zu Kopfschmerzen im Stehen und Sitzen. Mit flachem Liegen und viel Trinken klingen die Kopfschmerzen langsam wieder ab.
Das Kontrastmittel kann die bei „Computertomografie“ beschriebenen Nebenwirkungen haben.

Muskel- und Nervenbiopsie

Diese können notwendig werden, wenn mit Laboranalysen, EMG und ENG die Natur einer mutmasslichen Muskel- oder Nervenerkrankung nicht genau charakterisiert werden kann. Aus einem grossen Muskel wird unter örtlicher Betäubung ein winziges Stück Muskel, resp. am Fuss ein kurzes Stück Hautnerv entnommen. Bei Letzterem bleibt ein kleiner, gefühlloser Hautbezirk an der Seite des Fusses zurück. Diese Gewebestücke werden in einem unserer Labors untersucht, was viele Tage in Anspruch nimmt.

Zerebrale Angiografie („Gefässröntgen“)

Besonders Gefässmissbildungen, Einengungen der Blutgefässe von Kopf und Gehirn können mit dieser Methode erkannt und noch genauer dargestellt werden. Hierzu wird ein feiner Katheter (Plastikschläuchlein) durch eine Nadel in die Schlagader in der Leiste eingeführt. Dieser Katheter kann in jede gewünschte Körperpartie vorgeschoben werden. Durch das Kontrastmittel, das eingespritzt wird, kann ein Blutgefäss mit all seinen Ästen bestens sichtbar gemacht werden. Die Patienten müssen während dieser Untersuchung ganz ruhig liegen, um hochwertige Bilder zu erhalten.

In manchen Fällen kann es zu Nebenwirkungen kommen, die aber meist nicht schwerwiegend sind. Gemeinsam mit Ihnen klären wir daher die Notwendigkeit einer Angiografie sorgfältig ab.

Schlafuntersuchungen

Mittels einer an einen Finger geklebten Sonde wird während der ganzen Nacht beispielsweise der Sauerstoffgehalt im Blut gemessen. Nächtliche Atemstörungen klären wir in Zusammenarbeit mit den Lungenspezialisten des Inselspitals ab.

Manchmal werden bei Schlafstörungen mittels aufgeklebten Elektroden nächtliche Bewegungen oder Zuckungen gemessen. Falls bei Verdacht auf starke Schlafstörungen eine Video-Kontrolle notwendig ist, übernachten Sie in einem Zimmer mit Kamera.

Alle Untersuchungen können auf der Bettenstation durchgeführt werden.

Schlaflabor

Die vollständige Schafaufzeichnung (Polysomnografie) findet im Schlaflabor statt (Geschoss B). Am Kopf (EEG), Gesicht (Atemluft), Körper (Atembewegung) und an den Beinen (Zuckungen) werden Elektroden befestigt, die mit einem Computer verbunden sind. Während der ganzen Nacht ist eine Laborantin im Kontrollraum anwesend. Die Auswertung erfolgt durch unsere Schlafspezialisten.

Falls Sie regelmässig Schlafmittel einnehmen, müssen Sie dies unbedingt dem Arzt mitteilen, weil das Resultat verfälscht werden kann.

Echokardiografie

Diese Untersuchung führen die Herzspezialisten am Inselspital durch. Die Echokardiografie kann von „aussen“, das heisst durch die Haut des Brustkorbes oder auch „von innen“ durchgeführt werden. In diesem Fall müssen Sie eine kleine Sonde schlucken, was etwas unangenehm sein kann. Diese spezielle Methode ermöglicht es jedoch den Herzspezialisten, das Herz gewissermassen „von hinten“ zu betrachten, was sehr wichtig sein kann.

Neuropsychologische Untersuchung

Auch höhere Gehirnfunktionen wie Gedächtnis, Konzentration oder Sprache können gemessen werden. Viele neurologische Krankheiten können diese Funktionen unterschiedlich stark beeinträchtigen. Sie werden von einem spezialisierten Neuropsychologen oder Neurologen untersucht, der Ihnen jeden Untersuchungsschritt genau erklärt. Die Untersuchung besteht sowohl aus einfachen als auch aus sehr anspruchsvollen Tests.