Virtueller Neurologie-Kongress übertrifft alle Erwartungen

Montag, 01. Juni 2020, 15:39 Uhr

Der diesjährige, neu virtuelle Kongress der European Academy of Neurology (EAN, 23. – 26. Mai) war ein grosser Erfolg. Mit 42 000 Teilnehmenden war es der weltweit grösste Neurologie Kongress in der Geschichte Neurologie. Der Berner Neurologe Prof. Dr. Claudio Bassetti, Präsident der EAN, zieht eine rundum positive Bilanz.

Innert nur acht Wochen musste der EAN congress 2020 von einem herkömmlichen Präsenzkongress zu einem virtuellen Anlass umorganisiert werden. Das Team um CEO Anja Sander und der Board der EAN haben den Wechsel eindrücklich zustande gebracht. Statt der rund 8000 Teilnehmenden in den Vorjahren, haben sich dieses Jahr 42 000 Personen angemeldet. Darunter viele Studierende und Nachwuchsneurologinnen und –neurologen. Ebenso zahlreiche Personen aus der ganzen Welt, die aus verschiedenen Gründen normalerweise nicht an einen Kongress reisen können.

Die neue Organisationsform war ein voller Erfolg. Die befürchteten Vorbehalte gegenüber der Technologie bewahrheiteten sich nicht. Im Gegenteil, hält Prof. Bassetti fest: «es haben mehr Leute Fragen gestellt und die Debatte war lebhafter und ergiebiger, als an bisherigen Kongressen. Es kamen gute Beiträge von Leuten, die sich in einem Plenum eher nicht melden würden. Die Erfahrungen waren so interessant, dass wir eine Analyse des Anlasses in Auftrag gegeben haben, um die Lehren für die Zukunft zu ziehen.»

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